Fachtag 2017: Würde ist machbar?! Ein Fachtag der Wohnungsnotfall- und Straffälligenhilfe

Wenn in der Sozialen Arbeit von Würde die Rede ist, ist sie meist im Sinne von Menschenwürde gemeint. Nicht im Sinne von Amt und Würde oder im Sinne eines Würdenträgers. Ist (Menschen-) Würde als Achtungsanspruch herstellbar oder ist sie dem Menschen von vornherein gegeben? Kann sie verloren oder abgesprochen werden? Sie ist nach Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes unantastbar und unterliegt nach Art. 79 (3) GG der Ewigkeitsgarantie. Damit gehört sie zu den fundamentalen Prinzipien, die auch vom verfassungsändernden Gesetzgeber nicht angetastet werden dürfen. Das heißt: Würde ist voraussetzungslos, sie ist nicht abhängig von eigenem Bemühen, jeder Mensch besitzt sie qua seines Menschseins. Sie kann nicht zuerkannt und nicht  aberkannt werden. Sie begründet menschenrechtliche Normen, die in einklagbares Recht münden.

Würde spielt auch und gerade im Umgang mit Menschen, die sich in besonderen Lebenslagen bzw. besonderen sozialen Schwierigkeiten befinden, eine wichtige Rolle. Dazu gehört das Leben in totalen Institutionen wie Justizvollzugsanstalten oder psychiatrischen Kliniken genauso wie ein  Leben ohne mietvertraglich abgesicherten Wohnraum. 

Auch in totalen Institutionen und bei massiven sozialen Schwierigkeiten muss ein würdevoller Umgang die Basis des menschlichen Umgangs sein. Unstrittig ist, dass die Person und die Haltung von Sozialprofessionellen ein wesentliches Element zur Wahrung der Würde im Umgang miteinander ist. Gleichwohl gerät dies im Alltag manchmal aus dem Blick.

EBET lädt zu diesem Fachtag ein, um sich aus menschenrechtlicher, sozialethischer und alltagspraktischer Sicht mit diesem Thema zu befassen und neue Perspektiven auf die eigene Praxis zu eröffnen.   

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Evangelischer Bundesfachverband
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Wohnungsnotfall- und Straffälligenhilfe

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